Wir über uns
Wir über uns
Angefangen hat alles mit einem Aufkleber, der nie verkauft werden sollte.
2023, Kölner Norden, Grüner Brunnenweg. Im Lager der Hookain Onlineshop GmbH stapeln sich Shisha-Köpfe, Tabakdosen und Kartons. Zwischen zwei Paletten klebt jemand einen selbst gedruckten Aufkleber auf einen Rollcontainer: „Fog Her Life!" — ein Wortspiel, das außerhalb der Shisha-Szene ungefähr niemand versteht.
Zwei Wochen später fragt der erste Kunde, ob man den Sticker kaufen kann. Dann der zweite. Dann jemand aus Hamburg, der ihn auf einem Foto gesehen hat. Es gab keinen Sticker zu kaufen. Es gab nur den einen, auf dem Rollcontainer.
Der Arbeitsplatz, an dem aus einer Schnapsidee ein Sortiment wurde.
Der Umweg über die Wasserpfeife
Dass ein Sticker-Shop aus einem Shisha-Händler entsteht, klingt nach einer Verwechslung. Ist es aber nicht. Wer Shishas verkauft, verkauft an Menschen, die Dinge markieren: den eigenen Schlauch, die eigene Box, den Laptop, das Auto. Und diese Leute haben einen sehr speziellen Humor — einen, den man entweder sofort versteht oder nie.
Genau davon erzählen bis heute die Sticker, die aus dieser Zeit übrig geblieben sind: „I Love Chinese Chemicals" ist die selbstironischste Liebeserklärung, die die Dampfer-Szene je hervorgebracht hat. „Little Miss I Lost my Vape" trifft einen Moment, den jeder kennt, der schon einmal panisch eine Couch auseinandergenommen hat. Und „Aroma Score" ist die Nährwert-Ampel für alles, was eigentlich keine Nährwerte hat.
„Wir haben nie überlegt, was gut ankommt. Wir haben überlegt, worüber wir selbst im Lager gelacht haben. Das war der ganze Auswahlprozess.“
Die Regel, die wir uns selbst gegeben haben
Irgendwann lagen 60 Entwürfe auf dem Tisch und die Frage im Raum, welche davon es wirklich werden. Die Antwort wurde eine Hausregel, an die wir uns bis heute halten:
Ein Sticker muss in dem Moment funktionieren, in dem jemand daran vorbeigeht.
Keine Erklärung, keine zweite Zeile, kein „versteht man, wenn man weiß, dass …".
Diese Regel hat viele hübsche Entwürfe getötet und ein paar sehr dumme gerettet. „Du parkst wie ein Arschloch" sieht aus wie ein 50-Euro-Schein unterm Scheibenwischer — und ist damit der einzige Sticker im Sortiment, den man mit einem gewissen Vorfreude-Gefühl unter fremde Wischer klemmt. „Free WiFi" braucht nicht einmal Text: der QR-Code erledigt den Rest, und man muss nur weit genug weg stehen. „Können wir das schaffen, Bob?" hat auf jeder deutschen Baustelle mehr Wahrheitsgehalt als das Bauschild daneben.
Der Moment, für den das ganze Sortiment gemacht ist.
Warum wir uns über Material den Kopf zerbrechen
Der unlustigste Teil an lustigen Stickern ist das Material. Ein Aufkleber, der nach drei Wochen am Fahrradrahmen ausbleicht, ist kein Witz mehr, sondern ein grauer Fleck. Deshalb drucken wir auf wetterfeste Folie, UV-beständig, und achten darauf, dass sich alles wieder rückstandslos ablösen lässt.
Das ist der Grund, warum „Ausser Betrieb" auch nach einem Winter am Zigarettenautomaten noch lesbar ist — und warum man ihn danach wieder abbekommt, ohne Ärger zu bekommen. Über die Details schreiben wir regelmäßig im Magazin, weil sich herausgestellt hat: Es fragen mehr Leute nach Klebkraft und Untergrund, als man bei diesem Sortiment vermuten würde.
„Die häufigste Support-Frage ist nicht ‚Ist der Spruch zu krass?‘. Sie lautet: ‚Hält der auf pulverbeschichtetem Metall?‘“
Wo wir die Grenze ziehen
Ein Sortiment mit Sprüchen wie „Testsieger Hurensohn" oder „Fick dich soooooo viel!" muss sich die Frage nach der Grenze gefallen lassen. Wir haben sie uns selbst gestellt, mehrfach, meist lauter als nötig.
Unsere Linie: Ein Sticker darf frech sein, respektlos, albern und derb. Er darf sich über Situationen lustig machen, über Behörden, über Automarken, über uns selbst. Er darf sich nicht über Menschen lustig machen, die sich nicht wehren können. Alles, was in Richtung Herkunft, Religion oder körperliche Merkmale geht, kommt gar nicht erst auf den Tisch — nicht aus Vorsicht, sondern weil es schlicht nicht witzig ist. „You Suck!" richtet sich an die ganze Welt gleichzeitig. Das ist ungefähr die Zielgruppe, die wir für Beleidigungen für angemessen halten.
Das eigentliche Zuhause unserer Produkte.
Was ein Paket bei uns durchläuft
Wir sind kein Großversender. Bestellungen werden im selben Kölner Lager gepackt, in dem auch der Rollcontainer mit dem ersten Sticker steht. Jede Bestellung geht in einen Papierumschlag mit Schutzhülle, damit die Kanten nicht knicken — bei randlos geschnittenen Stickern ist genau die Kante das Empfindliche.
In der Regel geht die Sendung am selben oder nächsten Werktag raus, DHL braucht dann zwei bis drei Tage. Ab 50 Euro übernehmen wir den Versand. Und falls doch etwas schiefgeht: Die E-Mail landet bei denselben Leuten, die die Sticker ausgesucht haben.
Kein Hochregallager. Ein Tisch, an dem jemand steht.
„Am Anfang haben wir jedem Paket einen Sticker extra reingelegt. Das machen wir immer noch. Es rechnet sich nicht. Es ist uns egal.“
Wie es weitergeht
Das Sortiment wächst langsam und absichtlich. Neue Motive entstehen meistens so, wie das erste entstanden ist: Jemand sagt einen Satz, jemand anderes lacht, und drei Tage später liegt ein Entwurf auf dem Tisch. Manche schaffen es nie über den Plotter hinaus — die Regel von oben ist unbestechlich.
Wenn du eine Idee hast, die diese Regel besteht: Wir lesen jede Mail an info@stickershop24.de. Und wenn du wissen willst, ob ein bestimmter Sticker auf deinem Untergrund hält, frag einfach. Jana antwortet.
Stickershop24 — eine Marke der Hookain Onlineshop GmbH, Köln.
Die auf dieser Seite genannten Personen sind Beispielstimmen aus dem Team.
[PRÜFEN: durch echte Namen und Fotos ersetzen oder als Illustration kennzeichnen]