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Acht Sticker, acht Situationen — unsere Motive im echten Leben

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Ein Sticker auf dem Trägerpapier ist ein Stück bedrucktes Vinyl. Ein Sticker an der richtigen Stelle ist ein kleiner Hinterhalt: Jemand geht vorbei, liest, braucht eine Sekunde — und dann passiert etwas im Gesicht. Genau für diese Sekunde machen wir das. Hier sind acht Motive aus unserem Sortiment, jeweils an dem Ort, an den sie gehören.

1. Der sprachaktivierte Handtuchspender

Mann brüllt einen Papierhandtuchspender an, auf dem der Sticker klebt
Die Wahrheit ist: Er hat es dreimal versucht. Beim dritten Mal lauter.

Das Motiv sieht aus wie ein Hinweisschild und liest sich wie eines: „Sprachaktivierter Handtuchspender — bitte deutlich ‚Papier jetzt!' sagen." Es funktioniert, weil es genau die Sprache spricht, in der öffentliche Waschräume sowieso mit uns reden: Piktogramm, Serifenlos, gedämpftes Blau. Niemand hinterfragt ein Schild, das aussieht wie ein Schild.

Der beste Klebeort ist der klassische Falthandtuchspender in Höhe der Augen. Zweitbester Ort: der Seifenspender daneben — dann fangen die Leute an, mit dem ganzen Waschbecken zu sprechen.

Praktischer Hinweis Kunststoffgehäuse in Waschräumen sind oft mit Reinigungsmittel eingenebelt. Einmal mit Isopropanol drüber, sonst hält er nur bis zum nächsten Putzdienst.

Zum Motiv „Handtuchspender"

2. Kleinen zeigen — an der Promenade

Person mit dem Sticker auf dem Rücken, dahinter lachende Passantinnen
Er hat es nach ungefähr zwanzig Minuten gemerkt. Vorher haben es 40 Leute gelesen.

Das Motiv ist eine dieser Formulierungen, die vollkommen harmlos aussehen, bis man eine Sekunde länger hinguckt. Genau deshalb funktioniert es auf dem Rücken einer Person, die nichts davon weiß: Der Träger merkt nichts, alle anderen merken alles.

Wir sagen dazu nur: Das ist ein Sticker für Menschen, die sich sehr gut kennen. Bei Fremden ist es kein Scherz, sondern übergriffig — und bei Kollegen entscheidet der Ton im Team, nicht der Sticker.

Zum Motiv „Kleinen Zeigen"

3. Gratis WLAN, das keins ist

Café-Gäste scannen den QR-Code des Free-WiFi-Stickers an der Wand
Zwei Handys, ein Stirnrunzeln, ein Grinsen am Nebentisch.

Von allen Motiven im Sortiment hat dieses die höchste Trefferquote. Ein QR-Code plus die Worte „Gratis WLAN" an einer Café-Wand ist so plausibel, dass niemand zweimal überlegt. Menschen scannen alles, was nach kostenlosem Internet aussieht — das ist keine Kritik, das ist ein Naturgesetz.

Bester Ort: Wandhöhe neben einem Tisch, dort wo sonst die Speisekarte hängt. Zweitbester: die Rückseite der eigenen Laptophülle, dann scannen die Leute im Zug.

Kleiner Hinweis in eigener Sache: In fremden Läden nur mit Erlaubnis kleben. Wir haben schon Mails bekommen, die mit „mein Chef hat gefragt, wo der herkommt" anfingen.

Zum Motiv „Free WiFi"

4. Außer Betrieb — die Kaffeemaschine

Frau steht enttäuscht mit leerer Tasse vor der Kaffeemaschine mit Außer-Betrieb-Sticker
Der grausamste Sticker im Sortiment. Vor allem montags.

Ein rotes Schild mit zwei Wörtern, mehr braucht es nicht. Der Witz entsteht nicht durch den Sticker, sondern durch den Moment davor: Man ist schon in Bewegung, hat die Tasse in der Hand, denkt an nichts — und dann steht da das.

Funktioniert an allem, was Menschen dringend brauchen: Kaffeemaschine, Aufzug, Drucker, Getränkeautomat. Nicht funktionieren tut es an Türen zu Waschräumen; da ist es kein Scherz mehr, sondern gemein.

Zum Motiv „Ausser Betrieb"

5. Arbeitsloser des Monats

Laptop mit dem runden Arbeitsagentur-Parodie-Sticker, dahinter grinsende Kollegen
Das Motiv braucht keinen Kontext. Ein Großraumbüro liefert ihn mit.

Ein rund gesetztes Behördensiegel in Rot und Weiß, das aussieht, als hätte es eine offizielle Stelle vergeben. Genau darin liegt die Qualität: Der Sticker parodiert nicht die Arbeitslosigkeit, sondern die Ernsthaftigkeit, mit der Auszeichnungen vergeben werden.

Klebeort mit der größten Wirkung ist der Laptopdeckel — und zwar der eigene. Auf dem Deckel eines Kollegen ist es ein anderer Witz, und der geht manchmal nach hinten los.

Zum Motiv „Arbeitsloser des"

6. Das hab ich gesehen

Person greift nachts in den Kühlschrank, innen klebt der Sticker
Der Kühlschrank ist der einzige Ort, an dem dieses Motiv wirklich zu Hause ist.

Innen an der Kühlschranktür, in Griffhöhe zur Kuchenetage. Um 23:40 Uhr geht das Licht an, die Hand ist schon unterwegs, und dann guckt einen jemand an. Der Sticker wirkt genau einmal richtig — beim ersten Mal — und danach jedes Mal ein bisschen.

Alternative Klebeorte mit derselben Mechanik: die Keksdose, das Fach mit den guten Schokoriegeln, die Innenseite des Bürokühlschranks.

Zum Motiv „Jesus sieht alles"

7. Dino-Reitverbot

Verbotsschild-Sticker am Pfosten neben einem Federtier auf dem Spielplatz
Das einzige Motiv im Sortiment, das Kinder besser finden als Erwachsene.

Ein klassisches rundes Verbotsschild, roter Rand, durchgestrichenes Piktogramm — nur eben mit einem Dinosaurier. Es funktioniert, weil Verbotsschilder eine so feste Bildsprache haben, dass das Gehirn erst die Form erkennt und dann den Inhalt. Diese halbe Sekunde ist der ganze Witz.

Ideal an Pfosten, Laternen und überall dort, wo echte Schilder hängen. Auf dem Spielplatz erklärt es sich von selbst — dort steht ohnehin schon ein Dinosaurier auf einer Feder.

Zum Motiv „Dino Reitverbot"

8. Du parkst wie ein Arschloch

Schräg über zwei Parkplätze geparktes Auto mit dem Sticker auf der Seitenscheibe
Das Motiv sieht auf den ersten Blick aus wie ein Strafzettel. Das ist Absicht.

Unser meistverkauftes Auto-Motiv, und das mit den meisten Rückfragen. Die häufigste ist nicht „hält der auch bei Regen", sondern „bekommt man den wieder ab" — beides beantworten wir mit ja, und beides steht ausführlicher in Sticker rückstandslos entfernen.

Einmal in aller Deutlichkeit An fremden Autos ist das keine gute Idee. Auch ein rückstandslos ablösbarer Sticker ist eine Einwirkung auf fremdes Eigentum, und wer Pech hat, bekommt Ärger, der den Witz deutlich übersteigt. Am eigenen Auto, an der Werkstattscheibe oder als Geschenk an jemanden, der es verdient hat: gerne.

Zum Motiv „Du parkst wie ein Arschloch"

Was diese acht gemeinsam haben

Sie behaupten alle etwas, das nicht stimmt, und tun es in der Bildsprache von etwas, dem man normalerweise glaubt: Hinweisschild, Verbotsschild, Behördensiegel, Strafzettel, WLAN-Hinweis. Das ist der ganze Trick. Ein Spruch, der aussieht wie ein Spruch, wird als Spruch gelesen. Einer, der aussieht wie eine Information, wird geglaubt — und erst danach verstanden.

Der beste Ort für einen Sticker ist der, an dem niemand mit einem Witz rechnet.

Häufige Fragen

Darf ich die überall hinkleben?
Auf eigenem Eigentum: ja, immer. Auf fremdem: nur mit Erlaubnis. Das gilt auch für Sticker, die rückstandslos abgehen — die rechtliche Bewertung hängt nicht davon ab, wie leicht sich etwas wieder entfernen lässt.
Wie groß sind die Motive?
Standard ist rund 7,4 cm an der längsten Kante, das Seitenverhältnis folgt dem jeweiligen Motiv. Ausgewählte Designs gibt es zusätzlich in 20 × 20 cm und 30 × 30 cm.
Halten die auch draußen?
Ja, gedruckt wird auf wetterfestem Vinyl. Worauf es dabei ankommt, steht in Draußen kleben.
Kommen neue Motive dazu?
Regelmäßig, aber langsam. Ein Motiv kommt ins Sortiment, wenn hier im Lager mindestens drei Leute darüber gelacht haben. Das ist kein besonders professioneller Prozess, aber ein ehrlicher.
Scherze Memes Auto Laptop
Alle acht Motive Und rund zwanzig weitere, bei denen wir dasselbe behaupten würden. Versand am selben Werktag bis 14 Uhr.
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